Sonntag, 2. März 2014

Hedonistische Tretmühle

Unter hedonistischer Tretmühle, oder hedonistischer Adaptation, versteht man die Tendenz der Menschen, nach einem stark positiven oder negativen Lebensereignis relativ schnell zu einem relativ stabilen Level von Glück bzw. Glücklichsein zurückzukehren. Sie ist Untersuchungsgegenstand sowohl in der Glücksforschung, der positiven Psychologie, als auch in Teilen der Wirtschaftswissenschaften, z. B. der Verhaltensökonomik.
Es ist eine Art Set-Point-Theorie des Glücks.
Die hedonistische Tretmühle versucht unter anderem zu erklären, warum mehr Wohlstand bzw. mehr Einkommen die Menschen nicht in erwarteter Weise glücklicher macht .

Vor kurzem erschien in Amerika ein wissenschaftlicher Artikel mit dem Titel: "Wenn Geld Sie nicht glücklich macht, versuchen Sie es mit Zeit". Forscher der Stanford University berichten, dass die Art des Umgangs mit Zeit wesentlich mehr Einfluss auf das Wohlbefinden hat als der Besitz von Geld und Gut. Frappierender noch: Allein der Gedanke an mehr Geld führt dazu, dass Menschen weniger Dinge tun, die ein kleines Glücksgefühl auslösen (etwa anderen helfen, Zeit mit Freunden und Verwandten verbringen). Die Forscher stellten eine Liste einfacher Tätigkeiten auf, die glücklicher machen:
  1. Zeit mit den Menschen verbringen, die man wirklich mag
  2. Sich Dinge ausdenken, die man gerne mal tun würde, und dann damit anfangen.
  3. Zeit in "gute" Aktivitäten stecken. Um zu wissen, welche das sind, sollte man sich folgende Fragen stellen: "Wird das, was ich jetzt tue, mein Leben im Laufe der Zeit bereichern?" Man trifft klügere Entscheidungen, wenn man bewusst darüber nachdenkt, womit man seine Zeit ausfüllt.
  4. Den Augenblick genießen, statt in Gedanken in der Zukunft oder Vergangenheit zu hängen.
(Quelle: www.gsb.stanford.edu)

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/erklaer-mir-die-welt-20-warum-macht-geld-nicht-wirklich-gluecklich-1381270.html

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